Pilzbeschreibungen

Shiitake, (Lentinula edodes): Der Shiitake wird in Asien seit mindestens tausend Jahren auf Baumstämmen kultiviert. Er zählt nicht nur zu den beliebtesten Speisepilzen sondern es werden ihm eine Reihe von medizinischen Wirkungen zugeschrieben (tumorhemmend, Stärkung des Immunsystems). Dieser köstliche Pilz wird –trotz der hohen Preise- auch in Europa immer beliebter. Da er sehr würzig ist, reichen schon wenige Fruchtkörper für ein schmackhaftes Gericht. Der Shiitake bevorzugt Eichen- und Buchenstämme, wächst aber auch auf Birke und Erle sehr gut.

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Bild: Shiitake-Fertigkultur

Braunkappe, Kulturträuschling (Stropharia rugosa-annulata): Dieser zum Teil sehr große Pilz (Fruchtkörper bis zu einem Kilogramm) kann auf Strohballen, Strohbeeten oder Beeten aus frischen Laubholz-Hackschnitzeln gezüchtet werden. Schmackhaft, ergiebig und für viele Gerichte geeignet. Einfach zu kultivieren, wiederstandsfähig und besonders für Einsteiger geeignet. Nur Körner- und Substratbrut.

Königsausternpilz, Kräuterseitling, (Pleurotus eryngii): der geschmackvollste Vertreter der Austernpilze bildet große, dick- und festfleischige Fruchtkörper. Einfach zu kultivieren, wächst er auf gewachsenen Laubholzstämmen, auf Stroh und auf Sägespänen. Sehr empfehlenswert!

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Bild: Kräuterseitling-Fertigkultur

Austernpilz (Pleurotus ostreatus): Der klassische Austernpilz ist einfach zu kultivieren, und wächst auf Strohballen und Laubholzstämmen. Es gibt Winter- und Sommersorten.

Lungenausternpilz, (Pleurotus pulmarius): Sehr rasch wachsender, ertragreicher Austernpilz. Wächst auf Laubholz- und Nadelholzstämmen sowie Strohballen, und fruchtet zwischen +6°C und +25°C.

Reishi, Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum): Der König der Heilpilze. Kein Speisepilz. Im Chinesischen wird er als „Pilz des langen Lebens“, Zehntausend-Jahre-Pilz“ oder gar als „Pflanze der Unsterblichkeit“ bezeichnet. Dementsprechend hoch schätzt die traditionelle chinesische Medizin die Wirksamkeit der pulverisierten oder geraspelten Fruchtkörper des Glänzenden Lackporlings ein. Doch auch moderne wissenschaftliche Studien weisen eine positive Wirkung auf Cholesterin- und Blutdruckwerte nach. Darüber hinaus soll der Reishi noch eine ganze Reihe von anderen Heilwirkungen besitzen. Er kann auf Laubholzstämmen kultiviert werden.

Ulmenausternpilz (Hypsizygus ulmarius): Dieser festfleischige, knackige Pilz wächst auf Laubholzstämmen und Strohballen sehr zuverlässig und unproblematisch.

Schopftintling (Coprinus Comatus): Dieser ausgezeichnete Speisepilz kann auf Kompost oder auf Beeten aus gehäckseltem Stroh angebaut werden. Auch kann man ihn im Garten auf Rasenflächen ansiedeln, wo er oft Jahre hindurch erscheint. Er benötigt fetten nährstoffreichen Kompostboden. Schopftintlinge müssen möglichst jung geerntet werden und sind sofort zu verkochen, schmecken jedoch hervorragend. Der Schopftintling besitzt blutzuckersenkende Inhaltsstoffe.

Parasol (Macrolepiota procera): Dieser beliebte Speisepilz kann auf Komposthaufen oder an halbschattigen Plätzen im Garten angesiedelt werden.

Strohpilz, Reisstrohchampignon (Volvariella volvacea): Dieser asiatische Pilz besitzt einen hervorragenden Geschmack und ist reich an Vitamin C. Er kann auf Stroh kultiviert werden, benötigt jedoch durchgehend Temperaturen von mindestens 30°C. Folientunnel oder Gewächshaus sind der geeignete Platz für diesen sehr, sehr ertragreichen Pilz, der unter idealen Bedingungen innerhalb von 8-14 Tagen fruchtet.

Samtfußrübling, Winterpilz (Flammulina velutipes): Dieser zierliche, honiggelbe oder orangegelbe Pilz kann auf Laubholzstämmen kultiviert werden. Der Samtfußrübling fruchtet in der Regel bei Temperaturen unter 15°C . Er wird nicht nur wegen seines guten Geschmacks geschätzt, sondern ähnlich wie dem Shiitake werden dem Samtfußrübling krebshemmende Wirkungen nachgesagt. Japanische Tierversuche lieferten entsprechende Ergebnisse.

Nameko, Japanisches Stockschwämmchen: Dieser orangefarbene japanische Pilz ist ein Verwandter des Stockschwämmchens. Er steht an Beliebtheit in Japan an zweiter Stelle hinter dem Shiitake. Die Fruchtkörper sind mit einer leicht schleimig erscheinenden Schicht aus Polysachariden bedeckt, die jedoch während des Kochens verschwindet. Der Nameko ist ein sehr würziger, schmackhafter Pilz, der auf Laubholz kultiviert wird.

Südlicher Schüppling, Piopino (Agrocybe aegerita): Dieser aus Italien stammende Pilz ist ein überaus schmackhafter Speisepilz. Er hat 5-7 cm breite, gelblichbraune Hüte und kann auf Pappel- und Weidenholz kultiviert werden. Der Südliche Schüppling durchwächst das Holz sehr rasch, benötigt zum fruchten jedoch Temperaturen von über +18°C.

Judasohr, Chinamorchel, Muh-Ehr (Auricularia auricula): Das Judasohr ist einer der ältesten Kulturspeisepilze. Es wird in China seit über 1500 Jahren angebaut, und ist dort besonders beliebt. Dieser Pilz mit ungewöhnlichen aussehen (er ähnelt einem violetten Ohr, dass aus einem Baumstamm wächst) kommt aber auch in Europa vor. Das Judasohr ist geschmacklich nicht gerade eine Sensation, jedoch werden ihm eine reihe medizinischer Wirkungen zugeschrieben.
Kultur vor allem auf Holunderstämmen, aber auch auf anderen Laubhölzern möglich.

Igel – Stachelbart, Affenkopfpilz, Pom Pom Pilz (Hericium erinaceus): Dieser ungewöhnliche Pilz hat das Aussehen eines mit winzigen Eiszapfen besetzten Schneeballs. Er ist ein ausgezeichneter Speisepilz, dem jedoch auch eine ganze Reihe medizinischer Wirkungen zugeschrieben werden. In Butter gebraten ähnelt sein Geschmack dem von Hummer. Dieser interessante Pilz wächst auf Laubholz.